Gesundheitswochenende zur Stärkung der eigenen Resilienz
Das Gesundheitswochenende unter dem Motto „Selbstfürsorge durch gesundheitsfördernde und entlastende Möglichkeiten im Alltag“ fand vom 28. bis 30. August im „Wildkatzendorf“ Hütscheroda im Nationalpark Hainich statt. Untergebracht waren wir im Hotel „Zum Herrenhaus“.
Vorbereitet und durchgeführt wurde das Wochenende von Annette Romankiewicz, der Gruppenleiterin der SHG Gotha und stellvertretenden Vorsitzenden. Der Einladung folgten 37 Gäste im Alter von 4 bis 87 Jahren.
Das Wochenende begann traditionell mit dem Kaffeetrinken am Freitag. Anschließend wurden individuell das Dorf und die Umgebung erkundet.
Am Abend hielt Petra Heiße (Sozialpädagogin, systemischer Coachin und Supervisorin, Tai-Chi- und Qi Gong Lehrerin) einen Vortrag zur Bedeutung der Selbstfürsorge und stellte einige gesundheitsfördernde & entlastende Möglichkeiten für den Alltag vor. Angehörige stehen unter emotionalen und organisatorischen Stress: in Bezug auf die erkrankte Person machen sie sich Sorgen, übernehmen Verantwortung, managen Krisen – und müssen ihre eigenen Anliegen bewältigen. Diese Doppelbelastung macht Angehörige ebenfalls zu gesundheitlich Gefährdeten. Es ist daher wichtig, sich der Belastungen bewusst zu werden: Wie viel Verantwortung muss man wirklich übernehmen? Wie kann man helfen, ohne sich selbst zu verlieren? Es ist wichtig, sich der eigenen Bedürfnisse und Grenzen bewusstzuwerden, sie anzunehmen, eigene Kraftquellen zu nutzen, sich Unterstützung zu suchen. Anschließend stellte sie Bewegungs- und Atemübungen zur Entspannung vor.
Am Samstagvormittag teilte sich die Gruppe in diejenigen, die mit Petra Heiße auf einer zweistündigen Wanderung durch den Wald zahlreiche Entspannungsübungen ausprobierten, während die anderen unter Anleitung der Nationalparkführerin Urte Görmar meditativ in den Wald eintauchten (Waldbaden). Dabei wurden alle Sinne trainiert: sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken. Interessant war auch die Sicht auf den Wald durch einen kleinen Spiegel, der unmittelbar vor die Augen gehalten wurde (im Winkel von ca. 90 Grad). Zum Abschluss wurde ein Bild (auf dem Waldboden verbleibend) gestaltet, hierzu wurden vorher besonders schöne Utensilien des Waldes gesammelt: Früchte, Blätter, Blüten, kleine Hölzer…
Am Nachmittag ging es zunächst in die Wildkatzenscheune zur „theoretischen Einstimmung“ ins Thema Wildkatze. Anschließend konnten im Wildkatzengehege die Wildkatzen und Luchse bei der Fütterung beobachtet werden.
Der Samstagabend war dem geselligen Zusammensein gewidmet. Zunächst konnte man sich bei Sport und Spiel (Leiterwurfspiel, Federball, Schwedenschach) körperliche miteinander und gegeneinander herausfordern. Anschließend gab es einen intensiven Austausch über die aktuelle Situation in den verschiedenen Selbsthilfegruppen und den Umgang mit unseren psychisch kranken Angehörigen.
Am Sonntagvormittag stand der Besuch des Baumkronenpfades auf dem Programm. Das Wochenende klang schließlich mit dem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Harth Haus bei Bad Langensalza aus.
Wir danken Dr. Lan Tran-Seifert, Dr. Henrik Seifert, Annette Romankiewicz und Sonja Herrmann für die Bereitstellung der Bilder sowie Sonja Herrmann als Mit-Autorin.
Für die finanzielle Unterstützung danken wir dem Selbsthilfefond der GKV:
